Schmuck
Stille Nacht, heilige Nacht.
Die Schwachen durch's Schwachsein bewußter macht.
Den Kindern durch Schinden die Liebe ersetzt.
Die Mütter vor betrunkenen Vatern beschützt.
Wo man von Tränen gerührt,
Einmal im Jahr dem Pfarrer zuhört.

(Peter Schilling, "Stille Nacht, Heilige Nacht" )

Schmuck

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M A I - ANNO 1 (1997 h.Zr.)

   
  31.5.1997 (Samstag)  
  • Wer alte Kleidung zur Sammlung gibt tut damit nicht unbedingt etwas Gutes. Viele dieser Textilien werden nämlich entweder gleich verkauft, oder in die 3. Welt verschickt und dort verkauft, was nebenbei auch noch die dortige Textilindustrie zertört.
  • Statistik: 2.000.000 DM kostet jeder Verkehrstote. Dies ergibt sich aus den summierten Kosten für Behandlung, Einsatz von Polizei und Rettungsdiensten, Verlusten des Menschen selbst, Beschädigung seines Fahrzeuges und natürlich der Verlust eines Konsumenten für die Spirituosenhersteller.
  • Auf PRO7 kommt "Erbarmungslos". Der Film hat eigentlich 4 Oscars bekommen, aber einer davon war für den Schnitt. Auf PRO7 lief deshalb nur die 3-Oscar-Version.

   
  30.5.1997 (Freitag)  
  • Noch eine Idee vom Ärztetag: Versicherungsbeiträge sollten nicht nur auf Lohn und Gehalt bezogen werden, sondern zukünftig auch auf Mieteinnahmen und Zinserträge.
    Doch nicht alles ist schlecht: Die Ärzte haben auch die Bundesregierung aufgefordert der Bioethik-Konvention nur "unter Vorbehalt" zu ratifizieren. Besonders wegen der darin erlaubten Menschenversuchen an Behinderten auch gegen deren Willen.
    Das ist aber bestensfalls der Ausgleich. Ein Lob gibt es dafür noch nicht.
  • Fast 80% der schweizer Waffenexporte zwischen 1940 und 1944 gingen an die Achsenmächte Deutschland und Italien....
    ... und wurden bezahlt mit? Na sagt's schon!
  • Er ist da! Das Wesen mit der runtergerutschten Augenklappe ist in Deutschland. Wahrscheinlich wird er singen - das Tuch stört halt ein bißchen.
  • D. Zlof, reich geworden durch die Entführer des Oetker-Sohnes, und mittlererweile nach Absitzen seiner 15-jährigen Haftstrafe wieder auf freiem Fuß, wollte 10 der damals bekommenen 21 MIllionen in England umtauschen. Die 1000DM-Scheine sind nämlich noch vom alten Typ und treffen deshalb in deutschen Läden nur auf geringe Akzeptanz.

   
  29.5.1997 (Donnerstag)  
  • "Frau" Ciller ist für Neuwahlen in der Türkei, weil "ihre" Partei des "Rechten Weges" nicht mehr mit der anderen Partei ("Partei des allerrechtesten Weges") "zusammenarbeiten" will. Wird es neue "Wahlen" geben?
  • Die Bundesbank will nicht mit Herrn Waigel, was Herr Waigel gerne mit ihr würde. Es ist schon ein Kreuz, wenn einem Geld so wichtig ist.
  • In Spanien sind Zähne des missing link zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Urmenschen gefunden worden. Der Zahnbesitzer benutzte Steine als Werkzeug.
    Hmm. und nun stechen Spanier mit Metallstücken Stiere ab. In so langer Zeit kann man es aber auch weiter bringen.

   
  28.5.1997 (Mittwoch)  
  • Etwas Statistik: Eine Zigarette kostet etwa 5.5 Minuten eines Lebens.
    Das muß ja schon ein packendes Erlebnis sein, wenn man dafür mehr Zeit opfert, als das Ereignis selbst dauert.
  • Die NATO und Rußland haben ihr Sicherheitsabkommen unterzeichnet.
    Das war aber höchste Zeit, weil die russische Atomtechnik hätte sicher nicht mehr lange funktioniert.
  • Der Tod zwei Bundeswehrsoldaten in Bosnien ist vermutlich auf menschliches "Versagen" zurückzuführen.
    Wieso Versagen? 6 Schüsse und zwei Tode ist doch eine wahrhaft eindrucksvolle Bilanz.

   
  27.5.1997 (Dienstag)  
  • Glückliche Nordkoreaner. Sie müssen nun doch nicht verhungern, nur weil ihre Staatsführung sich gegen die freie Marktwirtschaft entschieden hat. Nun gibt es Körner aus dem reichen Süden.
  • Anläßlich des 100. Deutschen Ärztetages hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung vorgeschlagen, die Leistungen der Krankenkassen auf das Notwendige zu reduzieren, also all jenes abzuschaffen, was für die Ärzte selbst keine meßbare finanziellen Gewinne erbringt. Diese Aufgaben würde man dann den Ärzten überlassen, die das privat, also ohne Kontrolle von Sachverständigen, mit dem Patienten abrechnen.
    Der Deutsche Ärztetag fand übrigens während des 12 jährigen Reiches nicht statt. Man hatte da wohl genug Arbeit?

  • Die OECD steht kurz vor dem Beschluß eines Anti-Korruptions-Abkommen (natürlich haben sie einen tolleren Namen dafür). Von nun an könnten Bestechung im Ausland wieder strafbar sein, oder zumindest nicht mehr durch Steuern finanziert werden.

   
  26.5.1997 (Montag)  
  • Wahl in Frankreich. Links steht man recht gut. Ganz Rechts auch. Mittig sollte man sich etwas gelinkt fühlen.
  • Wenn die FDP tagt, wird's gerne lustig. Wie wäre es z.B. mit einer gesetzlichen Begrenzung der Neuverschuldung, also Alles was drüber liegt ist illegal und wird verhaftet, oder mit einer Geldstrafe belegt.
    Angst hat man vor eifrigen Menschenrechtsgruppen, weil die könnten darin einer Diskriminierung unseres/ihres Geldes sehen.


   
  25.5.1997 (Sonntag)  
  • Bundesautoverkehrsminister Wissmann bezeichnet die Tendenz vieler Kommunen mehr Tempo-30-Zonen einzurichten als Wegelagerei zur Füllung des Stadtsäckels. Zugleich seinen sie nutzlos, weil dem Autofahrer nicht glaubhaft vermittelt werden könne, warum er in Ortsschaften teilweise so langsam fahren müsse.
    He, der Mann hat ein noch negativeres Bild vom deutschen Autofahrer, als ich.
  • Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen hat sich im letzten Jahr um fast 3% gesteigert.
    Das kann doch gar nicht sein, weil nach Rio hat man uns das doch ganz anders erzählt. Vielleicht kann die Industrie in Selbstverpflichtungen nicht genug Sinn erkennen? Mal sehen, was Frau Merkel dazu einfällt.
  • In Lübeck hat's wieder gebrannt. Alle sind sehr empört und erschüttert

   
  24.5.1997 (Samstag)  
  • Die Frage nach einer Entschädigung von Holocaust-Opfern beantwortet der Zahngold-Konzern Degussa mit: "Wir sehen zur Zeit nicht, welche Ansprüche daraus abgeleitet werden können.".
    Darf's vielleicht etwas mehr Zeit zum Nachdenken sein?!
  • Bayern München wird Deutscher Meister.
    Das nur mal so. Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand sich dafür interessiert.

   
  23.5.1997 (Freitag)  
  • Oh, jetzt ist es passiert. Unser Heer hat zwei seiner Mitglieder in Bosnien verloren. Sie wurden, ganz in der Tradition westlicher Einsätze, von einer eigenen Waffe, diesmal ein Panzer, getötet. Die genaueren Umstände konnten noch nicht geklärt werden
    Hallo "EXPERTEN", na was war's den? Wohl "technisches Versagen auf Basis menschlicher Inkompetenz".
  • Im Iran sind heute Wahlen zum Staatspräsident. Es gibt mehrere Bewerber!
  • Norwegen hat den ersten Hund, der an BSE erkrankt war ("war", weil er nun tot, nicht weil er geheilt wurde).
    Na dann haben wir ja bald die ganze Arche Noah zusammen. Außer natürlich dem Menschen.

   
  22.5.1997 (Donnerstag)  
  • Die SPD will zum "Motor der Modernisierung" werden, und daß geht ganz einfach:
    Kampf dem [alten] Denken, für Reformen (genau, die SPD!), die Steuern werden gesenkt, und dafür die Ausgaben für Soziales, Forschung, Bildung usw. erhöht (ein Schelm, wer das unglaubwürdig findet).
    Fehlt eigentlich nur noch der Sprit, oder?
  • Vorschlag von Herrn Waigel: Behörden sollen zukünftig nicht verbrauchte Haushaltsmittel im nächsten Jahr ausgeben können.
    Das klingt doch toll - da wird sicherlich noch was nachgeschoben.
  • Die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara hat das Verbot von Erbakans Wohlfahrtpartei beantragt.
    (-;
  • Bald sind wieder Ferien. Wer also ein neues Haustier sucht, der kann ja mal die Autobahnen abfahren.

   
  21.5.1997 (Mittwoch)  
  • Der Wehrdienst findet unter unseren Wehrpflichtigen wieder mehr Zustimmung.
    Das hängt mit der Wehrmachtsausstellung zusammen. Die Regierung hat ja zeitweise vehement dafür gekämpft, daß die Bundeswehr nicht mehr aus Auffangbecken Rechtsradikaler dasteht. Das hat manch einen natürlich abgeschreckt, aber in der Wehrmachtsaustellung hat man dann erfreut gesehen, wie flexibel der Einsatz für's Vaterland sein kann.
  • Justizminister Schmidt-Jortzig meint, daß jeder zum Thema Organspende Stellung beziehen sollte.
    Was der Herr ja nun gemacht hat. Also sag ich auch was: Organspende sollte im Sinne der Rechtschreibreform zur Orghanspende werden.
    Der Mann kann doch nicht im Ernst glauben, daß jemand da zusagt, solange die Umstände zur Entnahme nicht geklärt sind. Nachher holen die mich dann plötzlich beim Einkaufen ab.

  • Der "Eurofighter" wird sich vielleicht doch nie von teutschem Boden erheben.
    Ob es an der Vorsilbe "Euro" liegt, daß das nicht funkioniert?
  • In Tschechien hat ein 17-jähriger, wahrscheinlich aufgrund schlechter Schulnoten, auf einem selbstgebasteltem elektrische Stuhl Selbstmord begangen.
    Hat wohl im falschen Land gelebt. Manche Staaten, insbesonders humanitisch geprägte, wissen solchen Qualitäten einfach nicht zu schätzen.

   
  20.5.1997 (Dienstag)  
  • Was hörte ich heute? Auch die EU macht gerade eine Reform durch.
    Das muß man wohl, wenn einen das eigene Altern ergreift.
    Wird "Reform" nun das (Un-)Wort des Jahres?

  • Präsident Herzog ist guter Dinge. Der Deutsche solle sich doch am Optimismus des Amerikaners orientieren.
    Sind Optimisten nicht diejenigen, die glückseelig über die eigene Leistungsfähigkeit lächelnd, dem Hundekot ausweichen und dabei in den Schacht fallen?
  • In Baden-Württemberg kämpft der Landesjagtverband um sein Recht Enten die Flügel zusammenzukleben und Hunde darauf zu hetzen.
    Das sind ja spanische Zustände.

   
  19.5.1997 (Montag)  
  • Was haben Staaten wie der Iran, die Türkei, Israel, China, Peru, Laos, Zaire usw gemeinsam?
    Sie alle haben einen Behindertenstatus, mit dessen Hilfe unsere Regierungen es rechtfertigen, mit ihnen Geschäfte zu machen.
    Einige wenige Staaten, z.B. der Irak haben sich dann aber doch sogar diese Gunst verspielt. Man sollte seine Sauereien halt im eigenen Land halten.

  • Am Lotto zu rumzuspielen wird teurer. Nun das ist zwar nicht gerade ein Thema, daß zu Engagement aufruft, aber es ist schon interessant: das Lotto wird teurer, weil ein Kästchen genau einen Euro kosten soll. Zwar kommt der Euro erst 2002 und auch dann nur eventuell zu uns, aber da erscheint es Manchem doch gerechtfertigt die Preise jetzt schon hochzusetzen, damit der Schritt später nicht so groß ist.


   
  18.5.1997 (Sonntag)  
  • Der internationale Kreislauf und seine Tücken: als vor Jahren die Sowjets in Afganistan vermintes Spielzeug abwarfen, unterstützten die USA die Widerstandskämpfer mit Flugabwehrraketen vom Typ "Stinger". Von dort gingen diese Raketen an die islamischen Brüder im Iran, die sie dann an die Hisbola in den besetzten israelischen Gebieten weitergaben. Nun schießen diese damit auf isrealische Flugzeuge und Hubschrauber, die Israel bevorzugt von den USA bekam.
    Das ist strategische Planung.
  • Die Briten sind soooo exzentrisch. Die sterben sogar mit 27 Jahren an der Creuzfeld-Jakob-Krankheit.
  • Kult im T.V.: all jene, die gerne über traschige Komik lachen, sollten sich einmal Leo Kirchs Verfilmungen von Bibel-Episoden reinziehen. Gibt's umsonst an Feiertagen in der ARD.

   
  17.5.1997 (Samstag)  
  • Die Tarifparteien des Baugewerbes haben einen, für alle Beteiligten akzeptablen, Kompromiß erreicht.
    Seltsam, weil den ersten Vorschlag fanden doch beide Parteien unannehmbar. Wahrscheinlich ist der neue Vorschlag so komplex, daß eine der Parteien nicht mehr durchblick, dies aber nicht zugeben kann.
  • Die SPD kann sehrwohl aus ihrer Blokadepolitik für die nächste Bundestagswahl Gewinn ziehen, weil sie traditionell nämlich genau jene Schichten anspricht, bei denen politische Aktionen ohnehin auf Unverständnis stoßen.
  • Hormone haben nette, mitunter wichtige Effekte. Hormonänliche Stoffe können dafür zu Gehirn- und Erbschäden sowie Fruchtbarkeitsstörungen führen.
    Das ist aber nicht so gefährlich, wie es sich anhöhrt, den im Gegensatz zu den echten Hormonen, die ja mehrheitlich aus unserem eigenen Körper stammen, können wir auf die hormonähnlichen Produkte unserer Industrie verzichten, indem wir unsere Nahrungs- und Sauerstoffsaufnahme einstellen.


   
  16.5.1997 (Freitag)  
  • Falls Tony Blair sein neues Regierungskonzept tatsächlich durchsetzten kann, dann wird es Zeit dieser 80-Millionen Intensivstation den Rücken zu kehren.
    Ich schätze bei dem Gedanken, daß manch deutscher SPD-Politiker glaubt ihm nacheifern zu können, kriegt PM Blair sehr unenglische Lachkrämpfe.
  • Es ist vollbracht. In Zukunft wird auf Personalausweisen nicht mehr "Unterschrift des Inhabers", sondern "Unterschrift der Inhaberin/des Inhabers" stehen.
    Na gut. Wenn Ihr meint, das bringt Euch was. Aber beschwert Euch bitte nicht, weil Euch keiner mehr ernst nehmen will.
  • Mobutu zieht um. Er wird nicht mehr länger die Lasten "seines Volk" teilen.
    Wo geht er hin? - Vielleicht ins lebenslustige Frankreich.
    Wovon wird er leben? - Von den Zinseszinsen des Geldes, welches er "seinem Volk" gestohlen hat.


   
  15.5.1997 (Donnerstag)  
  • Die WHO lehnt das Klonen von Menschen aus moralischen und ethischen Gründen ab, spricht sich aber zugleich für weitere Forschungen an Tieren aus.
    Jaja, Ethik und Moral. Aber man könnte es ja doch mal brauchen, oder?
  • In Malaysia wird Rauchen auf dem Schulgelände mit Prügel bestraft.
    "Rauchen auf dem Schulgelände schadet dem Wohlbefinden."
  • Die Opposition hat eine Ablehung der REFORM des Baurechtes im Bundesrat angekündigt, weil ihr diese nicht weit genug geht.
    Jetzt hört mal endlich auf, immer dicke Backen zu machen, sonst werdet ihr abgeschafft! Und zwar allesamt!!
  • So ne Steuerschätzung ist ne böse Sache, die für manche Leute sehr entäuschend ausfallen kann.
    Wieder mal einen Waigel voll durchgezogen? (interner Witz).

   
  14.5.1997 (Mittwoch)  
  • Strahlende Handys erzeugen bei Mäusen Krebs. Da Mäuse aber, außer die Mäuse in deutsche Laboratorien, nur selten telefonieren, ist das nicht so schlimm, und auf Menschen ist diese Erkenntnis nach Meinung des Bundesamtes für irgendwas auch nicht übertragbar.
    Also nicht übertragbar? Ist das nun das Eingeständnis, daß Tierversuche eigentlich nur der artfremden Befriedigung perverser Forschergelüste dienen? Da sind wohl seit '45 ziemliche Defizite enstanden.
  • Robert de Niro erhält den Orden des "Ritters der französischen Ehrenlegion".
    Eine nette Geste! Dann gibt es den nicht nur für die wackere Unterdrückung europäischer und afrikanischer Demokratisierungsversuche, sondern auch für den Jungen von Nebenan.
  • Was wird Firlefanzministier Waigel tun. Es kommt zuwenig Geld rein, zuviel geht raus, und dann trifft er auch noch ständig auf Leute, die von seinem Job mehr Ahnung haben als er (fast 80 Mill. an der Zahl). Da hilft nur noch eins: die Steuern müssen hoch.
    Also auf mich wirkt er wie ein Angeklagter, der versucht sich als Geistestkranker hinzustellen, um ein mildes Urteil zu bekommen.


   
  13.5.1997 (Dienstag)  
  • Das Berliner Landgericht hat das erste von rund 200000 NS-Unrechtsurteilen aufgehoben.
    Also knapp 50 Jahre braucht sowas - pro Stück. Das auf die 200000 hochzurechnen wäre doch ein neues Einsatzgebiet für "Deep Blue"!
  • Apropos "Deep Blue". Eine spontane Blitzumfrage unter 0 deutschen Frauen ergab, daß 0 von ihnen, also 100% lieber eine Nacht mit "Deep Blue", als mit Garri Kasparow verbringen würden, weil nämlich "Deep Blue" ein viel längeres, wenngleich auch etwas magereres, Kabel hat.

   
  12.5.1997 (Montag)  
  • Was ist der Unterscheid zwischen Schröder und Lafontaine?
    Ok, Lafontaine ist klein und dick und wirkt eher verschlagen als intelligent, aber viel wichtiger ist: Schröder wird geleitet von der Gier nach Macht, wohingegen Lafontaine sich eigentlich mit Geld begnügen würde. Ergo: Lafontaine ist schwerer zu entsorgen, dafür aber wird er nie Kanzler.

  • Es spricht der jugendliche Schläger Usa zum kleinen Kind Schweiz: "Ich bin dir jetzt echt schmolig. Gib sofort das Geld, welches die bösen Nazis dir gegebenen haben, dem armen israelischen Waisen, damit der sich ein neues Taschenmesser bei mir kaufen kann."
  • Und es spricht der Hirte Kanther zu seine Schäfchen: "Der Winter ist nun vorbei und es will immer noch nicht richtig warm werden. Aber auch wir müssen etwas Haare lassen, damit wir den Hungernden nicht zu wohlgenährt erscheinen. Deshalb beschneiden wir das Weihnachtsfell, lassen auch die Pensionswolle nicht ganz so dick wie bisher stehen und auch das Übergangshaar sollte mal endlich entlaust werden."

   
  11.5.1997 (Sonntag)  
  • Rita ist unschuldig. Frau Süssmuth ist nicht aus Spaß an der Freude mit der Bundeswehr rumgeflogen, sondern im Interesse des deutschen Volkes.
  • Heute ist wieder Muttertag. Der Tag an dem nette Kinder und Väter ihren geliebten Müttern und Frauen vergiftete Blumen schenken, die von armen Müttern am Arsch der Welt unter Einsatz ihrer Gesundheit geschnitten werden.

   
  10.5.1997 (Samstag)  
  • Kanzler Kohl ist auf Tour im Südpazifik, als im plötzlich folgende Idee kommt: Möglicherweise wird es den prophezeiten Umschwung auf dem Arbeitsmarkt doch nicht geben. Eine Halbierung der Arbeitslosenzahl hält der Kanzler aber weiterhin für möglich.
    Wen das verwirrt, der möge bedenken, daß der Mann gerade auf dem Kopf steht.


   
  9.5.1997 (Freitag)  
  • Wieder ein Bug im MS-Explorer. Diesmal kollidiert mit dem Punkt Sicherheit: Power-Point.
    Sicherlich schrecklich, aber die Verwendung des Explorers ist ja schon sehr exotisch und daß dann so jemand auch noch ausgerechnet Power-Point benutzt, ist doch praktisch nicht vorstellbar (MS hoch MS).

   
  8.5.1997 (Donnerstag)  
  • In der Türkei ist wieder Jagdsaison. Die toten Kurden rollen von den Hängen.

   
  7.5.1997 (Mittwoch)  
  • Heute ist der Mittwoch vor dem Samstag, zu dem mir nichts einfällt.

   
  6.5.1997 (Dienstag)  
  • Rauchen und Alkohol, also die Lieblingsfreunde unserer Gesellschaft, verlieren bei Jugendlichen zunehmend an Attraktivität.
    Vielleicht nur ein Generationskonflikt? Möglicherweise beruht dieses Desinteresse aber auch auf der Erkenntnis, daß Rauchen und Trinken eigentlich gar keine so bemerkenswerten Leistungen sind, das man ihre Errungenschaft auch noch öffentlich vorführen müßte.
    Allerdings werden Lehrstellen heutzutage ja auch immer seltener. Also vielleicht steigt die Akzeptanz für das Rauchen auch wieder. Wie auch immer: jeder macht das, was er/sie am besten kann (Gesetz der komperativen Kosten).

   
  5.5.1997 (Montag)  
  • Eigentlich würden die Menschen in Nordkorea ganz gerne etwas Essen von ihren ehemaligen Brüdern aus Südkorea haben. Das funktioniert aber nicht, weil die jeweiligen Vetreter des Rotes Kreuzes dieser beiden Staaten sich nicht einigen können, ob diese Nahrungsmittel nun mit dem Schiff oder auf Lastwägen transportiert werden sollen.
    Tja, diese Asiaten sind halt bereit für wichtige Dinge Opfer auf sich zu nehmen.

  • Revolutionäre Umwälzungen stehen in Großbritannien an. Mit großem Kinderreichtum gesegnet wird Tony Blair nicht in der Downing Street 10, sondern erst in 11 wohnen.
  • Deutschen Schüler fürchten sich am meisten vor Sexualverbrechern (wie verständlich), dann vor Einbrechern (wie romatisch) und am drittmeisten vor ihren eigenen Mitschülern (wie erschreckend).

   
  4.5.1997 (Sonntag)  
  • In Berlin beginnt heute das Rezitieren aus einer Liste von berliner Holocaustopfern. Das Ereignis wird sich über zirka 26 Stunden hinziehen.
    Ach Leute, das find ich echt sehr nett und aufmerksam von Euch, aber merkt eigentlich niemand, daß es auch bei solchen Dinge ein Grenze gibt, deren überschreitung zur lästigen Peinlichkeit wird?
  • Diese Welt und ihre Interpretation in den Nachrichten machen mich krank. Ich sehe skelettartige Afrikaner, oder sehe sie als tote Menschen, die aus Zugwaggons geschleift werden (man kennt das ja, und nicht nur aus heutiger Zeit). Und noch bevor die Nummer eines Spendenkontos eingeblendet werden kann (um es mir zu ermoeglichen, mir meine Verzweiflung mit einem kleinen Ablaß zur Finanzierung der Verwaltung irgendeiner wohltaetigen Organisation, von der Seele zu kaufen), kommt ein kalter Schnitt und plötzliche starre ich auf Scharpings bartloses Larvengesicht, der mir zum hundersten Mal irgendeinen Brei zu irgendwelchen Reformen, die entweder nie stattfinden werden, oder kein Auswirkung haben werden, wiederkäut.

   
  3.5.1997 (Samstag)  
  • Alternativ zu VOX sendet offenbar ein Merchandising-Sender, der den klangvollen Namen "Sell a Vision" trägt.

   
  2.5.1997 (Freitag)  
  • Die WTO erklärt das Importverbot der EU gegen die "Dollarbananen" zugunsten der "Eurobananen" für unrechtens.
    Dann gibt's meine Bananen bald wieder mit US-Pestiziden?
  • Das Ergebnis der Wahlen in Großbritannien ermutigt auch deutschen Sozialdemokraten zu großen Sprüchen.
    Na, mal abwarten ob's wenigstens zum Trittbrettfahren langt. Also irgendwie haben unsere Politiker schon eine etwas weltfremde Einstellung zur ihrer Berufung.

   
  1.5.1997 (Donnerstag)  
  • In Zaire beginnt, wieder der Alltag. US und kanadische Firmen drängen auf den Markt und schließen erste Verträge mit Rebellenschef Kabila ab.
    Wie war das: "wirtschaftliche Beziehungen führen allmählich auch zu demokratische Reformen".
  • Die Wahlen in Großbritannien enden für Major mit einem Fiasko. Die Labor-Party erreicht beinahe eine zwei-drittel Mehrheit.

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